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Wandfarbe bei Aldi Süd

Bei Aldi Süd gab es Wandfarbe, weiß, 11l zu 11,99 Euro,  Öko-Test „sehr gut“. Da habe ich doch gleich mal drei Eimer mitgenommen.

Erhebliche Preisdifferenzen bei Umzugsunternehmen

Dass Handwerker oder Dienstleister unterschiedlich kalkulieren, kenne ich durchaus. Da ergibt sich schnell mal eine Differenz von 30% für dieselbe angefragte Leistung. Aber was ich gerade bei Umzugsunternehmen erlebe, ist mit einer unterschiedlichen Kalkulation – hier der Stundensatz ein wenig höher, da die Kilometerpauschale ein wenig niedriger – kaum noch zu erklären: Mehr als 100% Preisdifferenz zwischen zwei offenbar durchaus etablierten Anbietern.

Natürlich fiel die Entscheidung für den günstigeren Anbieter. Sicherheitshalber habe ich Anfrage und Auftrag so präzise definiert, dass Nachforderungen normalerweise keine Chance haben. Hoffentlich geht das gut.

Bürokratische Stadtwerke

Die Stadtwerke heißen schon lange nicht mehr Stadtwerke, aber sonst hat sich nichts geändert: Bevor die Zähler für Strom, Gas und Wasser auf meinen Namen umgeschrieben werden, wird ein Kaufvertrag oder Grundbuchauszug als Nachweis für den Eigentümerwechsel benötigt. Warum eigentlich? Kaufvertrag und Grundbuchauszug gehen die doch gar nichts an.

Latexfarbe entfernen oder überstreichen

latexfarbe entfernen oder überstreichen

Latexfarbe ist so ziemlich das Schlimmste, was man in einer Wohnung als Wandanstrich hinterlassen kann. Sie beeinträchtigt die Diffusionsfähigkeit der Wand und ist darum fürs Raumklima durchaus problematisch. Auch kann man sie nur unter großen Schwierigkeiten wieder entfernen. Gut, dass sie in der Küche, die renoviert werden muss, zumindest nicht über die gesamte Wandfläche, sondern nur bis zu einer Höhe von etwa einem Meter eingesetzt wurde – als abwaschbare Schmutzzone.

Die beste Lösung wird darin bestehen,

  • die Latexfarbe fettfrei zu machen
  • die Wände mit normaler Innenfarbe zu streichen
  • dabei an einer Stelle zu probieren, ob normale Innenfarbe auf dem Latexuntergrund hält und deckt
  • falls nicht: den bisher schon mit Latexfarbe gestrichenen Bereich erneut mit Latexfarbe zu streichen und dabei farblich vom übrigen Wandanstrich abzusetzen und wieder mit Latexfarbe überzustreichen.

So werde ich’s probieren.

Alternative zu Fliesen und Linoleum in Küchen: feuchtraumgeeignetes Laminat

In der Küche liegt Linoleum, und zwar kein Imitat aus PVC, sondern das richtige aus Leinöl, Naturharz und Jutegewebe. An und für sich ein schönes Material, das eine Aufarbeitung verdient hätte. Ich bin immer dafür, etwas Hochwertiges zu reparieren, statt es durch etwas Schlechteres zu ersetzen, dessen einziger Vorteil darin besteht, neu und billig zu sein. Dafür ist es aber leider zu spät. Der Boden wurde über Jahre entweder gar nicht oder schlecht gepflegt und ist irreparabel beschädigt.

Also muss eine Lösung her, die auch vom Heimwerker schnell umsetzbar (also keine Fliesen und kein neues Linoleum…) und zugleich äußerst robust und nach Möglichkeit resistent gegen Feuchtigkeit ist (eine Küche sollte man wischen können…). Hinzu kommt eine ästhetische Forderung: Ich mag kein Material, das so tut als wäre es hochwertiger als es tatsächlich ist. Also kein Laminat, das aussieht wie Fliesen oder Holz, und kein PVC, das aussieht wie Linoleum.

Inzwischen tendiere ich zu einem Laminatboden, der eben nicht nach Holz aussieht, sondern ein mehr oder weniger graphisches Muster trägt, und der zugleich als wasserfest und sehr robust, ja sogar als „feuchtraumgeeignet“ gilt.

Drei Produkte stehen in der engeren Wahl:

Die Entscheidung muss jedenfalls bald fallen. Und umgesetzt werden.

Rolladenkasten isolieren

Ungedämmte Außenwand mit sichtbar schlecht isolierten Rollladenkästen

Bildquelle: Wikipedia-Artikel zum Stichwort Thermographie, Urheber des Bildes ist Lutz Weidner (GNU lizensiert)

Auf fast jeder Thermographie (Aufnahme mit der Wärmebild-Kamera) kann man es sehen: Rollladenkästen sind die größte Schwachstelle der Außenwände. Die Isolierverglasung funktioniert, sie isoliert gut (grün). Die Rolladenkästen lassen eine Menge Wärme nach außen dringen (rot). Darum sind Schlagläden auch viel besser als Rollläden, jedenfalls unter dem Aspekt der Energie-Einsparung.

Aber wer nun einmal Rollläden hat, der sollte deren Kästen wenigstens isolieren. Diese Arbeit steht mir auch bevor. Ein paar Anbieter haben dafür speziell zugeschnittene Produkte entwickelt, die sich mit Hilfe eines scharfen Teppichmessers und Montageschaum auch vom Heimwerker anbringen lassen. Zum Beispiel

Allerdings finde ich diese Systeme nicht billig. Selbst in der Großpackung kommt man beim günstigeren Anbieter auf einen Preis von gut 25 Euro je Meter zuzüglich Montageschaum.

Was wäre die Alternative? Platten-Material selbst zuschneiden?

Buchtipp: Reparaturen zu Hause (Stiftung Warentest)

Reparaturen zu Hause, Buch von der Stiftung Warentest

„Das Buch für den Werkzeugkasten“ wirbt die Stiftung Warentest auf der Rückseite. Es kreuzte in der Stadtbibliothek meinen Weg, ich habe gar nicht viel erwartet, es einfach ausgeliehen. Solche Ratgeber-Literatur fängt ja meistens bei Adam und Eva an – oder dem Unterschied zwischen Schlitz- und Kreuzschrauben.

Aber ich bin positiv überrascht. Zunächst gibt es tatsächlich zwei große Grundlagen-Kapitel für „Einsteiger“. Die gehören wohl einfach dazu. Im einen erfährt man, was in Mietwohnungen und im Wohneigentum überhaupt selbst entschieden und gemacht werden darf und wie es um Garantie, Haftung und Versicherungen steht. Im anderen lernt man die wesentlichen handwerklichen Techniken wie das Bohren, Kleben, Sägen, Dübeln und – das finde ich wiederum ganz erstaunlich – sogar das Nieten kennen. Alles gut und verständlich erklärt.

In den Hauptkapiteln ist das Anspruchsniveau dann allerdings sehr unterschiedlich. Braucht wirklich jemand eine Anleitung, um eine Glühlampen zu wechseln oder einen Heizkörper zu entlüften? Jedenfalls wohl kaum eine Lesergruppe, die sich zugleich auch für so komplexe Tätigkeiten wie das Anschäften eines Stuhlbeins, die Sanierung von Innenputz oder die Reparatur eines Spülkastens interessiert… Auf der anderen Seite liegt gerade in dieser Vielfalt die ganz große Stärke des Buchs. Ich kann mir keinen Hauseigentümer vorstellen, der übers Jahr gesehen nicht mehrmals Nutzen und Information aus ihm zieht – es sei denn, er hat Gesellenbriefe als Elektriker, Installateur, Maler und Tischler sowie weiteren Handwerken erworben.

Noch ein Wort zur thematischen Abgrenzung: Dies ist tatsächlich ein Reparatur- und kein Renovierungsbuch. So wird beispielsweise erklärt, wie man eine einzelne schadhafte Fliese entfernen und ersetzen kann, aber nicht, wie man ein Badezimmer komplett neu fliest. Das schränkt den Wert des Buches aber keineswegs ein, im Gegenteil.

Die Hauptkapitel

  • Verträge und Bestimmungen
  • Grundwissen
  • Möbel pflegen und reparieren
  • Wand und Boden
  • Türen und Fenster
  • Elektrogeräte und Elektroinstallation
  • Bad und Küche
  • Heizung
  • Service

Fazit: Anschaulich mit Fotos und Zeichnungen bebildert, kompetent im Inhalt und lesbar geschrieben. Ich werde es mir wohl kaufen, zumal es mit 19,90 Euro nicht teuer ist.

Bibliographische Angaben:

Birkholz, Bruns, Haas, Reibold; Reparaturen zu Hause; Berlin 2010