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Rolladen dämmen

Mein Plan, die Rolladenkästen als Schwachstelle der Außenwände mit einer Dämmung zu versehen, erwies sich als richtig. Die Rolladenkästen bestanden zum Hausinneren hin nämlich lediglich aus dünner Spanplatte, an die man etwas Styropor getackert hatte. Offenbar war das um 1980 der Standard.

Ich habe ziemlich lange mit mir gerungen, welches Material ich nutzen und welchem Hersteller ich den Vorzug geben sollte. Ich kannte bis dahin nur Schellenberg und Beck + Heun. Auf meine Nachfrage über das Kontaktformular, wo ich Schellenberg-Isolierungen kaufen könne, wurde ich pauschal auf die Baumärkte „in meiner Umgebung“ verwiesen. Das ist kein guter Service. Das Mindeste wären zwei, drei konkrete Adressen gewesen.

Wie auch immer: Mittlerweile gibt es derartige Materialien auch als Hausmarke beim Bauhaus. War kaum preiswerter als Schellenberg oder Beck + Heun, aber wo ich schon mal beim Bauhaus war, habe ich’s da auch mitgenommen.

Zwischenzeitlich habe ich drei Rolladenkästen fertig. Das Material ließ sich mit einem scharfen Messer gut schneiden und recht gut in den Kasten einpassen – schön stramm, so dass es sich an kleine Unebenheiten im Innern der Kästen anschmiegt. Größerere Mörtel-Knubbel habe ich natürlich weggestemmt. Insgesamt habe ich etwa eine Stunde Arbeit pro Rolladenkasten investiert. Mir ist klar, dass sich Zeit und Geld nicht unbedingt gleich im ersten Winter amortisieren, aber alleine das Gefühl, da kein offenes, nur von ein wenig Styropor isoliertes Loch in der Wand zu haben, ist schon was wert. Und wenn man sich auf etwas verlassen kann, dann darauf: Energie wird nicht billiger.

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