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Bis auf Weiteres

… schließe ich hier.

 

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, die dieser Seite trotz der geringen Publikationsfrequenz zuteil wurde!

 

HG

Sockelleisten auf Gehrung schneiden und anbringen

Rund um das geschliffene und geölte Parkett wollte ich eine Massivholz-Sockelleiste anbringen. Und dabei bloß keine dieser Kunststoffecken verwenden, die ebenso praktisch wie unschön sind. Also selbst sägen …

Mir hat dabei eine ziemlich billige Gehrungssäge ganz ordentliche Dienste geleistet. Es kommt nämlich in Anbetracht der meistens doch ziemlich krummen Wände überhaupt nicht auf hundertprozentige Präzision an – im Gegenteil, ein wenig Improvision ist gefragt.

Darum nagele ich den letzten Meter der bereits im Eck befindlichen (hier linken) Leiste auch zunächst noch gar nicht fest an, sondern schneide zuerst die Gehrung der sich anschließenden (hier rechten) Leiste und probiere mal, wie das so passt. Man kann dann die beiden aufeinander zu stoßenden Enden noch ein wenig passend drücken, schieben und zwingen. Meistens jedenfalls. Sonst muss man den Gehrungsschnitt an der rechten Leiste eben noch etwas anpassen. Erst wenn die Gehrung ansehnlich sitzt, kürze ich die rechte Leiste auf Länge und bringe sie fest an. Dann schlage ich auch die letzten Nägel der linken Leiste ein.

Zur Verzweiflung können einen allerdings solche Außenecken bringen. Vier Innenecken sind schneller sauber realisiert als eine Außenecke. Da klaffen die Gehrungen nämlich so gerne auseinander. Das sieht dann so gespalten aus wie der Huf einer Ziege. Irgendwo hatte ich von einem Trick gelesen: Den Winkel der Schnitte von vornherein so wählen, dass die Gehrung vorne (zum Raum hin) press sitzt und zugleich an der Wand ein wenig Spiel hat. Es funktioniert – und den Rest erledigt ein wenig Reparaturwachs in passender Farbe. Ärgerlich nur, dass mir im Eifer des Gefechts durch einen unachtsam nah an der Wandkante platzierten Nagel ein Stück vom Putz abgeplatzt ist. Aber das kriege ich auch wieder hin.

Baumstumpf raus machen

Baumstümpfe vom Format, wie ich sie hier im Garten finde, erfordern eigentlich schweres Gerät. Ein Bagger oder so eine Stumpf-Fräse wären gut. Die kriege ich aber überhaupt nicht in den Garten. Der einzige Weg führt durch das Haus. Mal ganz abgesehen von den Kosten.


Also Handarbeit. Mit Schaufel, Säge, Beil. Immer mal wieder eine Stunde, sonntags auch mal zwei. Bis zur Neugestaltung des Gartens im Frühjahr 2012 habe ich ja Zeit. Aber insgesamt muss ich mindestens drei von diesen Kaventsmännern raus machen.

 

Fenster eingesetzt

Mein Hörraum war bis jetzt nur mit einem einfachen Kellerfenster (Gitter plus Glas) ausgestattet. Weil er im Winter beheizt werden wird, habe ich nun ein maßgeschneidertes Isolierglas-Fenster beim Praktiker-Baumarkt bestellt und es mit Hilfe von Drehankern befestigt.

Zwei Probleme tauchten auf: Erstens leistete ein altes Abus-Schloss selbst einem ziemlich martialischen Bolzenschneider, den ich mir ausgeliehen hatte, erheblichen Widerstand, nachdem ich zuvor schon vergeblich versucht hatte, den Bügel mit einer simplen Puck-Säge durchzutrennen. Zweitens war das Material der Fensterlaibungen, in das ich immerhin 12 Dübellöcher von 8mm bohren musste, verdammt hart. Ich habe allerdings auch nur eine eher leichte 500W-Schlagbohrmaschine von Bosch.

Demnächst werde ich den Rahmen des Fensters noch in Putz einfassen und rundum streichen.

 

Steckdosen gesetzt

Die Starkstrom-Leitungen in der Küche habe ich einem Fachmann überlassen, die normalen 230V-Steckdosen aber selbst gesetzt. Die Wahl fiel auf die Serie Vita von Voltomat. Das ist eine Eigenmarke der Bauhaus-Baumärkte.

Das Hornbach Projekte-Buch

Hornbach, na klar, das ist der Baumarkt mit den markigen Sprüchen: „Es gibt immer was zu tun.“ In diesem Ton ist auch „Das Hornbach Projekt-Buch“ verfasst. Teils mit einem schon ziemlich peinlichen Pathos wie dieser Variation eines Churchill-Zitats: „Schmutz, Schweiß und Schwielen sind ihre Begleiter.“ Jedenfalls die Begleiter derjenigen, die sich dahin begeben, wo „gebaut und nicht gebastelt“ wird.

Trotzdem – das Projekt-Buch ist klasse. Nicht nur wegen der vorgestellten 50 Projekte auf fast 650 Seiten, vom Parkettverlegen im Wohnzimmer bis zum Aufbau einer Gabionen-Wand im Garten, sondern auch wegen der Fülle an Rand-Informationen,die mitgeliefert werden. So erfährt man zum Beispiel, welche Hölzer unter welchen Bedingungen und mit welchen Vor- und Nachteilen zum Bau einer Holzterrasse geeignet sind, welche verschiedenen Bauformen von Siphons es gibt oder wie verschiedene Fenster-Materialien einzuschätzen sind.

Natürlich liegt der Verdacht nahe, dass sich alle Informationen irgendwie auf Hornbach-Produkte beziehen. Das ist aber gar nicht so. Selbst auf den vielen Fotos des reich bebilderten Buchs war man mit der Abbildung von Sachen mit Hornbach-Logo ziemlich zurückhaltend. Man kauft mit dem Buch also keine Werbebroschüre, sondern ziemlich viel Praxis-Wissen ein. Nur wenige Tipps sind so selbstverständlich, dass man sich schon fragt, welchen IQ man den Lesern zutraut: „Wenn Sie unsicher sind, dass Sie Ihr Vorhaben bewältigen können, ziehen sie jemanden hinzu, der auf dem Gebiet mehr Erfahrung hat und Ihnen gerne behilflich ist.“ Auf die tolle Idee käme man bei scharfem Nachdenken ja vielleicht auch noch selbst…

Wie auch immer: Mir gefällt das Buch mit den vielen anschaulichen Zeichnungen und den kompakten Informationen. Es bringt mich weiter. Man kommt auf Ideen, denn: „Nichts ist so spannend wie das nächste Projekt.“

Rund 650 Seiten für rund 25 Euro – das ist gut angelegtes Geld.

Hornbach
Es gibt immer was zu tun.
Das Hornbach Projekt-Buch

Gebunden im Schuber
648 Seiten, 3000 Abbildungen
Format: 21 x 28 cm
EUR 24,99 / SFr 37,90
ISBN 978-3-7667-1708-5

 

Rolladen dämmen

Mein Plan, die Rolladenkästen als Schwachstelle der Außenwände mit einer Dämmung zu versehen, erwies sich als richtig. Die Rolladenkästen bestanden zum Hausinneren hin nämlich lediglich aus dünner Spanplatte, an die man etwas Styropor getackert hatte. Offenbar war das um 1980 der Standard.

Ich habe ziemlich lange mit mir gerungen, welches Material ich nutzen und welchem Hersteller ich den Vorzug geben sollte. Ich kannte bis dahin nur Schellenberg und Beck + Heun. Auf meine Nachfrage über das Kontaktformular, wo ich Schellenberg-Isolierungen kaufen könne, wurde ich pauschal auf die Baumärkte „in meiner Umgebung“ verwiesen. Das ist kein guter Service. Das Mindeste wären zwei, drei konkrete Adressen gewesen.

Wie auch immer: Mittlerweile gibt es derartige Materialien auch als Hausmarke beim Bauhaus. War kaum preiswerter als Schellenberg oder Beck + Heun, aber wo ich schon mal beim Bauhaus war, habe ich’s da auch mitgenommen.

Zwischenzeitlich habe ich drei Rolladenkästen fertig. Das Material ließ sich mit einem scharfen Messer gut schneiden und recht gut in den Kasten einpassen – schön stramm, so dass es sich an kleine Unebenheiten im Innern der Kästen anschmiegt. Größerere Mörtel-Knubbel habe ich natürlich weggestemmt. Insgesamt habe ich etwa eine Stunde Arbeit pro Rolladenkasten investiert. Mir ist klar, dass sich Zeit und Geld nicht unbedingt gleich im ersten Winter amortisieren, aber alleine das Gefühl, da kein offenes, nur von ein wenig Styropor isoliertes Loch in der Wand zu haben, ist schon was wert. Und wenn man sich auf etwas verlassen kann, dann darauf: Energie wird nicht billiger.

Etwa bis Mitte Mai

… ist hier mangels privatem Internetzugang und wegen Umzugs geschlossen.

Bis dahin,

HG

Parkett ölen

Auf den Parkettschliff folgt zwangsläufig der Auftrag einer neuen Schutzschicht. Dabei hat man die Wahl zwischen Lack und Öl. Zwar gilt eine Lackierung als haltbarer und pflegeleichter, aber aus meiner Sicht wohnt geöltem Parkett ein viel stärkerer Holz-Charakter inne. Und warum soll man einen Holzfußboden legen oder erhalten, um seine spezielle Anmutung unter Lack verschwinden zu lassen?

Überrascht haben mich allerdings die fürs Öl aufgerufenen Preise: So gut wie alle namhaften Hersteller oder Vertriebe verlangen rund 100 Euro für einen 5-Liter-Kanister. Das finde ich teuer.

Trotzdem habe ich mir eine Grundausstattung bestellt. Man sieht sie hier:

Öl, Rolle, Pads und weitere Utensilien zum Parkett ölen.

Als absoluter Laie kann ich die Qualität der verschiedenen Öle von Bona, Woca, Retol usw. natürlich nicht beurteilen. Ich habe meine Kaufentscheidung deshalb einfach danach getroffen, welcher Versender mit den meisten Informationen und Tipps aufwartete. Für mich war das der Woca-Shop, wo ich unter anderem eine brauchbare Anleitung zum Parkett-Ölen fand. Daran habe ich mich auch ziemlich streng gehalten.

Einen Parkettboden selbst zu ölen, ist nicht besonders schwierig, aber ziemlich zeitaufwändig.

Ich bin übrigens mit dem 5-Liter-Kanister „Holzbodenöl natur“ für meine etwa 40 m² große Fläche gut ausgekommen und habe einen Rest von rund einem Liter behalten. Damit werden später die Sockelleisten behandelt; ich habe aber noch keine passenden gefunden.

Noch eine Erfahrung zum Schluss: Die meiste Zeit nimmt gar nicht das Ölen in Anspruch, sondern die Nachbereitung, also das „Einmassieren“ des Öls mit grünen, etwas groberen und das Polieren mit weißen, etwas feiner strukturierten Pads.

 

Parkett geschliffen

Das Parkett machte einen traurigen Eindruck; es war total herunter gekommen. Ich hatte verschiedenen Angebote fürs Schleifen, Ausbessern und Versiegeln eingeholt. Alle Fachbetriebe in der Umgebung hätten gut 1000 Euro genommen.

Eine Parkett-Schleifmaschine zu mieten, das kostete mich einschließlich des Verbrauchsmaterials 92 Euro. Genau genommen bekam ich dafür einen Bandschleif-Gerät (s.o.) und eine Teller-Schleifmaschine (nicht fotografiert) für die Randbereiche. Vor allem die Teller-Schleifmaschine war ein echtes Monstrum – unglaublich schwer und im Betrieb kaum zu halten. Darum habe ich kleinere Nacharbeiten in den Ecken und am Rande von Türzargen lieber mit einem Schwingschleifer von meinem Vater erledigt und nur die Ränder mit der Teller-Schleifmaschine. Ausprobiert habe ich das Parkett-Schleifen in einem Bereich, wo später ohnehin ein großes Regal stehen wird.

Zeitaufwand alles in allem: Etwa vier Stunden für gut 40 m² Eiche-Parkett.

Das Ergebnis geriet natürlich nicht perfekt, stellt aber eine klare Verbesserung zum vorherigen Zustand dar. Ich hatte mir diverse Anleitungen im Internet angesehen, mich letztlich dann aber doch nicht streng genug daran gehalten. Mit den zwei, drei Stellen, wo die Schleifwalze im Parkett einen Ansatz hinterlassen hat, kann ich allerdings gut leben.

 

Der nächste Schritt ist dann das Ölen. Demnächst mehr dazu. Außerdem werde ich neue Sockelleisten anbringen müssen.

Ob ich das Parkett noch einmal selbst schleifen würde? Vermutlich schon. Allerdings würde ich noch mehr Sorgfalt auf die Auswahl von Miet-Maschinen verwenden und mir insgesamt mehr Zeit nehmen.